Errichten Sie niemals einen Zaun mit der Rückseite zu Ihrem Nachbarn! Ich werde an meinen Fingern erklären, warum das nicht möglich ist

Eine wahre Geschichte: Streit um den Gartenzaun und wie man solche Konflikte vermeidet

Ein befreundeter Nachbar geriet in eine unerwartete Auseinandersetzung, die uns alle etwas lehren kann. Der Streit begann mit einem einfachen Gartenzaun, der angeblich zu viel Schatten warf und das Wachstum von Pflanzen beeinträchtigte – obwohl an dieser Stelle gar keine Pflanzen waren, sondern lediglich etwas Unrat herumlag.

Mit der Zeit eskalierte die Situation. Eines Tages beschloss der Nachbar, die Hälfte der Zaunpaneele abzubauen und mitzunehmen.

Zum Glück kam mein Bekannter gerade noch rechtzeitig dazu, um das zu verhindern.

Der Nachbar argumentierte, dass er den Zaun einst selbst aufgestellt hatte und ihn nun nicht mehr benötige. Doch der Vorbesitzer des Grundstücks meines Bekannten versicherte das Gegenteil.

Der entscheidende Punkt: Da sich die tragende Konstruktion (Pfosten und Querstreben) auf der Seite des Nachbarn befand, berief er sich auf eine Bauvorschrift, die besagt, dass derjenige Eigentümer des Zauns ist, auf dessen Seite sich die tragenden Elemente befinden.

Warum ist das passiert? Weil es keine schriftlichen Vereinbarungen gab.

Wie Sie Streitigkeiten um den Gartenzaun vermeiden

Die Gesetzgebung verbietet in vielen Fällen blickdichte Zäune zwischen Grundstücken, es sei denn, beide Parteien stimmen zu.

Deshalb ist es wichtig, alle Abmachungen schriftlich festzuhalten. Ein schriftliches Einverständnis mit dem Nachbarn kann folgende Punkte enthalten:

  • Zustimmung zur Höhe und Materialwahl des Zauns
  • Klärung der Eigentumsverhältnisse
  • Regelungen zur Pflege und Wartung
  • Vereinbarung, dass ein neuer Grundstückseigentümer informiert werden muss

Diese Regelungen klingen vielleicht übertrieben, aber sie können zukünftige Probleme vermeiden. Schriftliche Vereinbarungen helfen Ihnen, im Streitfall vor Gericht bessere Chancen zu haben.

Wer ist Eigentümer des Zauns?

In vielen Regionen gilt: Gehören die tragenden Elemente (Pfosten und Querstreben) zum Grundstück des Nachbarn, gilt er als Eigentümer des Zauns.

Daher sollten Sie den Zaun so aufstellen, dass die tragenden Elemente zu Ihrem eigenen Grundstück zeigen.

Das hat zusätzliche Vorteile:

  • Falls Ihr Nachbar sein Grundstück verkauft, kann der neue Eigentümer den Zaun nicht einfach abreißen.
  • Ein von innen verstrebter Zaun ist schwerer zu überklettern – ein Sicherheitsaspekt.
  • Zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten, z. B. zum Anbringen einer Lampe oder einer Hecke.

Dokumentation nicht vergessen!

Heben Sie Rechnungen und Verträge für den Zaunbau gut auf und speichern Sie Kopien in der Cloud. Sollte es irgendwann zu einem Rechtsstreit kommen, haben Sie alle Nachweise griffbereit.

Auch wir haben in diesem Jahr einen blickdichten Zaun errichtet und genau nach diesen Prinzipien gehandelt. Unsere Empfehlung: Treffen Sie frühzeitig klare Vereinbarungen, um zukünftigen Konflikten aus dem Weg zu gehen.

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