Erzeugt Dämmung Wärme? Es klingt nach einer absurden Frage, aber ein erfahrener Bauunternehmer wird Ihnen sagen: Nein, Dämmung erzeugt keine Wärme!

Ein einfacher Test: Wickeln Sie das Thermometer in Isoliermaterial ein und lesen Sie die Temperaturanzeige nach einer, zwei, drei Stunden ab. Sie werden sehen, dass es sich kein bisschen erwärmt hat!

Der springende Punkt ist, dass solche Materialien keine Wärmequellen sind. Isolierung, wie ein Pelzmantel bei eisigen Temperaturen, dient einzig und allein dazu, Wärme zu speichern. Berührt man hochwertige Isolierung, spürt man zwar Wärme, doch diese wird vom Körper reflektiert und nicht vom Material selbst abgestrahlt. Vielen ist das nicht bewusst, wenn sie Dämmwolle, expandiertes Polystyrol oder Schaumstoff verwenden.
Ich kann mit absoluter Sicherheit sagen, dass ohne Wärmequelle auch die beste Isolierung nichts nützt und jedes Gebäude irgendwann einfriert. Es ist wie mit einer Thermoskanne, die in der Kälte steht – sie kann die Wärme, die das abkühlende Wasser abgibt, bald nicht mehr speichern. Schließlich gefriert das Wasser in der Thermoskanne zu Eis!
Anders ausgedrückt: Dämmung trägt dazu bei, dass sich das Haus selbst erwärmt, genau wie ein Pelzmantel den Körper wärmt. Punkt. Sie funktioniert jedoch nur bei einer positiven Strahlungswärmequelle.
Nun zur Absurdität der Verwendung von Dämmmaterial.
1. Isolierung innerhalb der Struktur
— Wollen wir Ihr Haus von innen isolieren?
— Machen Sie zu Hause, was immer Sie wollen, aber beantworten Sie nur diese Frage: Wird Ihnen wärmer sein, wenn Sie einen Pelzmantel verschlucken?

Durch die Dämmung eines Raumes von innen wird die Haltbarkeit der Wände verringert. Anstatt wärmer zu werden, kühlt die Wand aufgrund der Feuchtigkeitsansammlung sogar noch stärker ab. Dadurch entweicht Wärme, die Feuchtigkeit breitet sich weiter aus, was zu Kondensation und weiteren Schäden an der Oberfläche führt.
2. Isolierung eines Teils der Struktur
— Sollten wir den monolithischen Gürtel isolieren, damit der Beton nicht gefriert?
– Warum ziehst du den ganzen Pelzmantel an? Zieh doch nur den Ärmel an!
Die Dämmung ist ein komplexer Prozess. Bekanntermaßen werden beim Dämmen eines Hauses die Fugen zwischen den Dämmplatten stets minimiert. Die Platten sollten dicht an der Gebäudestruktur anliegen und eine möglichst große Außenfläche abdecken.
Kälte breitet sich entlang des Weges des geringsten Widerstands aus, und eine teilweise Isolierung kann die Situation niemals retten, wie aus der obigen Abbildung deutlich wird.
Der blaue Pfeil zeigt an, dass die Kälte die Isolierung auf dem kürzesten Weg ungehindert umgeht; die Struktur absorbiert die Kälte dennoch.
Viele mögen argumentieren, dass die Dämmung des Zwischenraums zwischen den Betonfertigteilen und der Fassadenverkleidung die Wärmebrücke beseitigt. Das stimmt zwar, aber nur lokal. Wärmedämmung ist ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Energieeinsparung und zum Erhalt der Bausubstanz. Eine lokale Lösung reicht nicht aus, um das Problem global zu beheben.
3. Dämmung der Fundamente
Es ist wichtig, den Zweck der Fundamentdämmung zu verstehen. Bei einem Keller liegt der Auflagepunkt des Fundaments wahrscheinlich unterhalb der Frostgrenze, und eine Dämmung ist nur nötig, um Heizkosten für den Keller zu sparen.
Wenn wir keinen Keller haben, werden hier verschiedene Fundamentarten gebaut, darunter Flach- und Tieffundamente.
Bei einem flachen Fundament befindet sich der Punkt, an dem es auf dem Untergrund aufliegt, in der Frostzone des Bodens, sodass sowohl das Fundament selbst als auch der darunter liegende Boden isoliert werden müssen.
Um ein Anheben des Hauses zu verhindern, wird unter dem Fundament eine Dämmung angebracht, die die Wärme des beheizten Hauses selbst und einen Teil der Erdwärme speichert. Viele Hausbesitzer installieren zusätzlich eine weitere Schicht (grün markiert) als zusätzliche Sicherheit.

Bei tiefen Fundamenten ist keine zusätzliche Dämmung des Erdreichs erforderlich. In Häusern ohne Keller richtet sich die Dämmung nach den regionalen Wetterbedingungen. In warmen Klimazonen, wo es im Winter üblicherweise nur kurzzeitigen Frost gibt, benötigen Fundamente keine Dämmung; sie werden lediglich abgedichtet. In kalten Klimazonen werden sie, selbst bei tiefen Fundamenten, gedämmt, um zu verhindern, dass der Unterboden durch den Beton gefriert und sich dadurch Schimmel und Stockflecken bilden.
4. Veranda
Ich habe schon oft darüber geschrieben, wie Veranden auf flachen Fundamenten fast immer vom Haus abrutschen, besonders in Regionen mit anhaltendem Frost. Im Süden hat man da vielleicht Glück! Warum ist das so? Eine Veranda an sich ist keine Wärmequelle. Das Haus wird zwar von innen beheizt, die Veranda aber nicht. Ob sie also isoliert ist oder nicht, spielt keine Rolle.
Wie bereits erwähnt, wird das Wasser in der Thermoskanne unweigerlich gefrieren, und auch der Boden unter dem flachen Fundament der Veranda wird trotz der Isolierung gefrieren! Seine Eigenschaften reichen einfach nicht aus, um eine positive Bodentemperatur aufrechtzuerhalten, selbst wenn die Außentemperatur zwischen -15 °C und -17 °C liegt.
Erfahrene Bauunternehmer empfehlen daher ein tiefes Fundament für die Veranda!
5. Isolierung der Kommunikationswege
Ich sehe oft, wie Menschen beim Verlegen verschiedener Arten von Versorgungsleitungen in Gebieten, in denen der Boden gefriert, einen unverantwortlichen Umgang mit der Isolierung pflegen und anstatt Rohrisolierung zu verwenden, zugeschnittenen extrudierten Polystyrolschaum in einer einzigen Schicht über das Rohr legen:
Sie werden zustimmen, dass es für Temperaturen unter Null Grad nicht schwierig ist, die Isolierung zu durchdringen, und zwar wiederum auf dem kürzesten Weg.
Ich hoffe sehr, dass Ihnen dieser Artikel nützlich und interessant war. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!