Orchideen sind tropische Schönheiten, die sich fest auf unseren Fensterbänken etabliert haben. Doch nicht jedem gelingt es, diese Blumen zu kultivieren und eine üppige Blüte zu erzielen.

Es gibt viele Mängel in der Agrartechnik. Doch drei heimtückische Pflegefehler sind fast allgegenwärtig. Ich schreibe über all jene, deren Blumen einfach nicht wachsen und gedeihen wollen.
Den Übrigen geht es bestens – sie halten sich an diese Grundregeln und erfreuen sich daran, dass ihre Orchideen das ganze Jahr über üppig blühen.
Möchten Sie mehr über diese häufigen, ärgerlichen und kniffligen Fehler erfahren, die Ihren Blumen zu optimalem Wachstum und der Bildung zahlreicher Blütenstängel verhelfen? Dann bleiben Sie dran. Am Ende des Artikels erwartet Sie eine schöne Überraschung.
Erster Fehler – Gießen
Der häufigste Fehler unerfahrener Gärtner ist das Gießen. Orchideen sind tropische Pflanzen. Sie mögen keine ständig nasse Erde.
Vor allem im Winter, wenn die Temperaturen schwanken, kann falsches Gießen zu Fäulnis an ihren dicken, fleischigen Wurzeln führen.
Und lange Zeit wird dieser Prozess unbemerkt bleiben. Und wenn die ersten Anzeichen auftreten, wird es zu spät sein. Ohne Erfahrung und Wissen ist es unwahrscheinlich, dass diese Schönheit gerettet werden kann.

Merken Sie sich nur 3 Regeln für das Gießen von Orchideen:
- Gewässert werden sollte erst, wenn die Wurzeln eine silbrige Farbe annehmen;
- Gießen Sie kein Wasser von oben darüber, lassen Sie es nicht in der Schale, sondern tauchen Sie es für 20 bis 30 Minuten vollständig in einen Behälter mit Wasser ein und lassen Sie dann das gesamte Wasser abtropfen;
- Zum Gießen sollte man Wasser mit Zimmertemperatur verwenden, das mindestens 3 Stunden gestanden hat (am besten holt man es abends); abgekochtes Wasser ist nicht zum Gießen geeignet.
Diese einfachen Regeln sorgen für ein gesundes Wurzelsystem und eine ausreichende Nährstoffversorgung. Sie müssen aber auch richtig angewendet werden.

2. Fehler – Fütterung
Heutzutage gibt es viele schlechte Ratschläge, die aus den Köpfen von Werbetextern stammen. Sie lesen über eine Kultur und wenden sie dann auf eine andere an.
Die gleiche landwirtschaftliche Pflege, die für Pelargonien oder Ficus erforderlich ist, ist also absolut nicht für Orchideen geeignet.
Bedenken Sie, dass jede Orchidee in erster Linie ein Epiphyt ist. Sie lebt außerdem in enger Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen. Sie können nicht ohne einander leben.
Die Verwendung von Jod, Ammoniak und ammoniakhaltigen Düngemitteln (dazu gehören auch Aufgüsse von Hühnermist, Königskerze und gebrauchsfertige flüssige Humusdünger) hat einen negativen Einfluss auf die Mykorrhiza.
Sie kann absterben, und die Orchidee kann die Nährstoffe nicht mehr aufnehmen. Das liegt daran, dass dieser nützliche Pilz sie in eine verdauliche Form umwandelt.
Düngen darf nur mit Düngemitteln erfolgen, die speziell für Orchideen bestimmt sind.
Und noch einige andere, von denen ich Ihnen bald erzählen werde. Es gibt einige recht einfache, aber dennoch sehr wirksame Heilmittel.

Der zweite Fehler tritt oft gemeinsam mit dem ersten auf. Düngen erfolgt durch Gießen von oben. Davon wird abgeraten. Der Dünger sollte in Wasser aufgelöst und zum Gießen verwendet werden, sodass die Wurzeln zusammen mit der Erde durchfeuchtet werden.
Es geht darum, nicht nur die Wurzeln, sondern auch den Boden zu nähren, der Heimat von Pilzen, nützlichen Mikroorganismen usw. ist.
Eine weitere wichtige Methode zur Ernährung von Epiphyten ist die Blattdüngung. Allerdings gibt es auch hier eine Einschränkung. Die meisten Spaltöffnungen von Epiphyten befinden sich nämlich auf der Blattunterseite.
Deshalb muss beim Besprühen mit einer Sprühflasche direkt darauf gesprüht werden und nicht auf die Blattspitzen.
3. Fehler – Verletzung der Integrität der Symbiose
Der schwerwiegendste Fehler, der oft zum Tod einer Orchidee führt, ist die Störung der Symbiose mit der Mykorrhiza. Dieser dritte Fehler ist der heimtückischste.
Denn ein unerfahrener Gärtner, der versucht, seine Schönheit zu retten, wird mit seinem Handeln alles nur noch schlimmer machen.
Bitte beachten Sie, dass Sie unter keinen Umständen Fungizide (Antifungizide) auf Orchideenerde anwenden sollten.

Bei Verdacht auf eine Pilzinfektion sollten Sie alle Wurzeln herausziehen, die betroffenen Stellen entfernen, mit zerstoßener Holzkohle behandeln und 24 Stunden an der Luft lassen.
Dann tauschen Sie die Erde gegen frische aus, geben Sie Mykorrhiza hinzu und pflanzen Sie die gerettete Orchidee ein.
Und hier ist der versprochene Bonus für die Geduldigsten: Was können Sie tun, um auch im Winter eine üppige und lang anhaltende Orchideenblüte zu gewährleisten?
Gönnen Sie Ihrer Pflanze neue Helfer. Düngen Sie sie mit einer fachgerecht zubereiteten Mykorrhiza-Lösung. Und schon in wenigen Wochen werden Sie ihre Schönheit kaum wiedererkennen.
Wenn Sie mehr über Orchideendüngung, Pflegetipps und andere Maßnahmen zur Erhaltung dieser Pflanzen erfahren möchten, geben Sie diesem Beitrag bitte ein Like. Bei genügend Interesse werde ich das Thema in zukünftigen Artikeln behandeln.