Unzählige Treppenstufen, die mit Fliesen oder Naturstein verkleidet sind, sind oft fehlerhaft ausgeführt. Dies wird deutlich, wenn man durch die Stadt geht und unweigerlich mindestens eine Veranda bemerkt, von der bereits die Ziegel abzufallen beginnen.
Und das geschieht ein Jahr nach der Installation.

Nach einem weiteren Jahr beginnen die Ziegel zu „brummen“ (klappern) und zu reißen, was für den Eigentümer ein Zeichen dafür ist, dass er erneut Geld für die Reparatur der Veranda ausgeben muss.
Das Problem besteht darin, dass viele Bauherren nach dem Prinzip „Das haben wir schon immer so gemacht“ arbeiten und dadurch Zeit, Geld und Nerven für Umbauten verschwenden.
Warum kommt es auch bei Verwendung hochwertiger Materialien zu einem Ablösen der Fliese vom Untergrund? Es kommt nicht nur auf die Qualität der Fliese oder des Klebers an. Der Hauptfehler liegt in der Ausführung der Arbeit, nämlich im Fehlen eines wichtigen Details.
Das Ablösen des Verkleidungsmaterials erfolgt aufgrund der Ansammlung von Feuchtigkeit auf der Innenseite der Fliese oder des Steins.
Bei niedrigen Temperaturen gefriert das Wasser unter der Fliese und steigt dadurch leicht an. Nach mehreren Dutzend Gefrier- und Auftauzyklen löst sich die Fliese vollständig vom Untergrund und beginnt zu „summen“.

Meister raten oft zur Verwendung teurer Klebstoffe und Fugenmörtel, doch das löst das Problem nicht. Wasser dringt nicht von oben, sondern von unten unter die Fliese ein.
Keramikfliesen sind ein wasserdichtes Material und Wasser, das durch Kapillarwirkung aufsteigt, kann nirgendwo hin, was die Struktur anfällig macht.
Kapillarsog ist ein kontinuierlicher Prozess, bei dem Wasser aus dem Boden durch eine Gebäudestruktur bis zu einer Höhe aufsteigt, die von der Hygroskopizität des Materials abhängt. In unserem Fall sickert Wasser durch den Beton und sammelt sich unter den Fliesen, und im Winter gefriert es, wodurch diese untergraben werden.
Egal wie stark der Kleber und wie wasserdicht der Mörtel ist, Wasser kann trotzdem von unten eindringen. Eine der Hauptanforderungen beim Bau einer Veranda ist eine lückenlose Abdichtung, die die kapillare Feuchtigkeitsaufnahme verhindert. Überraschenderweise bringt fast jeder Dachpappe im Keller an, aber nur wenige sorgen für eine ordnungsgemäße Abdichtung ihrer Veranda.
Meine Erfahrung: Als Unterbau für die Veranda habe ich eine Betonplatte verwendet.

Nachdem ich den Beton gegossen hatte, ließ ich mich beim Bau der Treppe Zeit, sondern wartete, bis der Beton aushärtete. Wenige Tage später schloss er die Abdichtung der Trennwände ab und begann erst danach mit der Steinverkleidung.

Fazit: Der Schutz von Bauwerken vor Wasser ist eine umfassende Wissenschaft der Bauphysik, aber leider kennt nicht jeder diese Nuancen.
Was tun, wenn sich die Fliesen von der Veranda lösen? Wenn die Bauarbeiter die Abdichtung vergessen haben, ist es besser, alles neu zu machen – die Treppe abzureißen, entlang des Fundaments der Veranda eine Abdichtung zu verlegen und die Beton- oder Ziegeltreppe (vorzugsweise aus Beton) neu zu bauen. Andernfalls werden Sie alle zwei bis drei Jahre mit dem Problem abblätternder Fliesen konfrontiert.