Gestern hat mein Enkel das erste Mal Lärchennadeln probiert und es hat ihm gefallen. Es erinnerte mich an meine Kindheit und an die wilden Kräuter und Pflanzen, die wir probierten.
Zu diesem Thema gibt es viel zu sagen. Als erstes fällt mir die Kräutermalve ein, die wir Wassermelonen nannten.


Es wuchs entlang der Straßen und das störte uns überhaupt nicht. Wir haben es mit schmutzigen Händen gepflückt, den Staub abgeblasen und gegessen.
Und es ging nicht um Hunger. Auf diese Weise haben wir etwas über die Welt um uns herum gelernt. Haben Sie schon einmal bei eisigen Temperaturen einen Eiszapfen probiert oder versucht, einen Schlitten zu probieren? Also haben wir alles versucht.
Als der Flieder und die Akazie blühten, aßen wir ihre Blüten.
Wir suchten insbesondere nach Fliederblüten mit fünf Blütenblättern.

Wir haben auch junge Ahornsprossen und Kleeblüten verwendet.

In den Flussauen wuchsen wilde Zwiebeln, die viel schmackhafter und süßer waren als die üblichen.
Wenn wir es fanden, aßen wir es, bis wir satt waren, und nahmen es mit nach Hause, damit Mama es zu ihren Kuchen hinzufügen konnte.
Auch Sauerampfer kam bei uns nicht zu kurz und wurde ebenfalls häufig gegessen.

Meine Delikatesse war Nachtschattengewächs.
Es sollten nur die schwarzen Beeren gegessen werden, wenn sie vollreif waren. Sie hatten einen eher ungewöhnlichen Geschmack.

Ich erinnere mich auch an den Geschmack von Wildkirschen.
In dem Pionierlager, in das ich jeden Sommer geschickt wurde, wuchsen viele wilde Kirschen, die viel süßer waren als die einheimischen. Wir haben immer nach einem Moment gesucht, um es auszuprobieren.
Wir haben oft rohen Mais gegessen und Puppen daraus gemacht.

Wir haben nicht nur Vogelbeeren gegessen, sondern auch Perlen daraus gebastelt. Würden wir alle Dekorationen, die wir daraus gemacht haben, zusammentragen, wäre der Weg über einen Kilometer lang.
Ich erinnere mich, dass ich es mit Schilfwurzel probiert habe. Sein Geschmack ist so ungewöhnlich, dass er mir für immer in Erinnerung bleiben wird. Um ihn zu bekommen, fuhren wir mit einem Boot zum Schilf und zogen vorsichtig einen mitsamt der Wurzel heraus.
Schilf wächst im Schlamm. Wir haben den Stumpf herausgenommen, gewaschen und zerschnitten. Darin befanden sich weiße Fasern, die nach Grießbrei schmeckten.
Haben Sie schon einmal Schilfwurzeln probiert?
Besonders gut haben uns die Walderdbeeren und Traubenkirschen geschmeckt. Sie haben unseren ganzen Mund schwarz werden lassen, aber wir waren glücklich.
Dies sind nur einige Beispiele dafür, was außerhalb des Hauses wuchs.