Welche umhüllte Elektrode ist für das Lichtbogenschweißen (SMAW) die beste Wahl?

Minimieren Sie Fehler beim MMA-Schweißen – lernen Sie die gängigsten Stabelektroden (E6010–E7024) kennen, verstehen Sie AWS-Klassifikationen, Auswahlkriterien und Lagerungstipps für optimale Ergebnisse.


H1 – Übersicht gängiger beschichteter Stabelektroden

MMA-Schweißer verwenden häufig Elektroden nach der AWS-Norm A5.1. Die wichtigsten Typen:

  • E6010 / E6011 / E6012 / E6013 – Standard für Stahl
  • E7014 / E7018 / E7024 – Hohe Leistungsfähigkeit, bessere Schweißeigenschaften

H2 – AWS-Kennzeichnung verstehen

Das Kürzel E = Elektrode
Zweistellige Zahl = Mindestzugfestigkeit (z. B. 70 = 70.000 psi)
Dritter Wert = Schweißposition (1 = alle, 2 = nur flach)
Vierter Wert = Beschichtung und Stromart


H2 – Unterschiede der E6000-Serie

ElektrodeStromartEigenschaftenEmpfehlung
E6010DCTiefe Penetration, ideal für verunreinigtes MetallWurzelnaht, erfahrene Schweißer
E6011AC/DCÄhnliche Leistung wie E6010, flexibelReparaturen, vielseitig
E6012AC/DCMittlere PenetrationHalbautomatisch, Übergangsnaht
E6013AC/DCWeicher Lichtbogen, geringe SpritzerSaubere Bleche, Hobbybereich

H2 – Stärkere Elektroden: E7000-Serie

  • E7014: Höhere Zustellrate, bessere Aufschmelzung als E6012 – ideal bei höheren Amperezahlen
  • E7018: Mittelpenetration, ruhiger Lichtbogen, niedrigporig – struktureller Stahl, niedrigtemperaturbeständig
  • E7024: Sehr hohe Zustellrate, beste für horizontale Schweißnähte mit dickerem Blech

H2 – Auswahlkriterien für die passende Elektrode

  1. Festigkeit & Werkstoff – E60 vs. E70 je nach Stahl
  2. Schweißposition & Stromtyp – Achte auf AC/DC-Eignung und Position
  3. Penetration – E6010/E6011 bei engen Spalten, E6013 bei dünnem Blech
  4. Einsatzbedingungen – E7018 bei Kälte oder Stoßbelastung
  5. Produktivität – E7014/E7024 für schnelle Flachnähte
  6. Normvorgaben – Immer Herstellerangaben beachten

H3 – Rolle der Beschichtung (Flussmittel)

Das Flussmittel schützt die Schweißnaht vor atmosphärischen Einflüssen, stabilisiert den Lichtbogen und bildet Schlacke.

  • Eiserne Zuschläge → höhere Auftragsleistung
  • Desoxidierer / Reinigungszusätze → Durchdringung bei verschmutztem Material

H3 – Hochleistungs- vs. Standard-Elektroden

Hohe Zustellate → schneller, aber nur für Flachnähte geeignet. Nicht für sicherheitskritische Anwendungen oder Lagen abseits der Ebene. Ideal für einfache Tanks oder nicht tragende Verbindungen.


H3 – Lagerung und Regenerierung

  • Trockenlagern bei niedriger Luftfeuchtigkeit
  • E7018: 120–150 °C zum Trocknen, 260–320 °C zur Regeneration
  • E6011: bei 40–50 °C, max. 70 % Luftfeuchte
  • Immer Herstellerdaten zu Temperatur und Dauer beachten

Interne Links

  • Unsere Datenbank zum Thema „Stahlzusammensetzung und Elektrodenauswahl“
  • Technische Tabelle: „E6010 vs. E7018 – Vergleich elektrisch-mechanischer Eigenschaften“

Externe Links

  • AWS-Schweißer-Klassifikationssystem
  • Anleitung zur Flussmittelregeneration

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