Zitronensaft enthält Zitronensäure, eine Verbindung, die theoretisch eine chemische Reaktion auslösen könnte. Geschwächte Batterien, wie beispielsweise Alkalibatterien, enthalten mehrere chemische Komponenten, deren Redoxreaktionen, die für die Stromerzeugung verantwortlich sind, mit der Zeit Veränderungen erfahren.
Manche spekulieren, dass Zitronensäure diese Reaktionen reaktivieren und zumindest vorübergehend die Kapazität wiederherstellen könnte. Dieser vermeintliche „Aufladeeffekt“ könnte der Ursprung des Glaubens sein, Zitronensaft könne leere Batterien wiederbeleben.
Was passiert wirklich, wenn wir Zitronensaft auf eine Batterie gießen?
Obwohl die Idee interessant oder sogar kurios klingt, ist die Verwendung von Zitronensaft in einer Batterie weder eine praktikable noch eine sichere Lösung. Durch das Einfüllen des Safts in die Batterie könnte die Zitronensäure der Zitrone mit den darin enthaltenen Metallbestandteilen wie Zink und Mangandioxid reagieren und eine chemische Reaktion auslösen. Dieser Prozess belebt jedoch nicht die ursprünglichen elektrochemischen Reaktionen der Batterie; in vielen Fällen beschleunigt er lediglich den Korrosionsprozess.
Die Säure im Zitronensaft kann die inneren Komponenten der Batterie schnell angreifen. Dies kann zu gefährlichen chemischen Lecks führen und sowohl die Batterie als auch alle Oberflächen, mit denen sie in Kontakt kommt, beschädigen.
Darüber hinaus kann dies dazu führen, dass die inneren Komponenten irreparabel oxidieren, wodurch die Batterie unbrauchbar oder sogar gefährlich im Umgang wird.