Ein alter Klempner-Trick zur Erhöhung des Wasserdrucks ohne Druckpumpe


Das Verfahren basiert auf dem Prinzip des Druckluftdrucks. Beim Befüllen des Systems mit Wasser wird ein Teil der Luft in der Flasche eingeschlossen. Diese Luft wird beim Einfüllen von weiterem Wasser komprimiert und bildet so einen „Druckpuffer“.

Warum ist Luft wichtig?

  • Luft ist komprimierbar, das heißt, Energie kann in Form von Druck gespeichert werden.
  • Wenn man den Wasserhahn öffnet, entlädt sich der angestaute Druck und das Wasser strömt mit größerer Wucht heraus.
  • Es funktioniert ähnlich wie ein hydropneumatischer Tank, allerdings in einer selbstgebauten Ausführung.

⚙️ Wann steigt der Druck?

  1. Systembefüllung: Beim Öffnen des Wassereinlassventils beginnt sich die Flasche zu füllen. Dabei wird ein Teil der Luft im Inneren eingeschlossen und komprimiert.
  2. Druckgleichgewicht: Die Luft in der Flasche erreicht einen Punkt, an dem sie komprimiert bleibt und bereit ist, freigesetzt zu werden.
  3. Druckentlastung: Beim Öffnen des Wasserhahns drückt die komprimierte Luft in der Flasche das angesammelte Wasser nach außen und erzeugt so einen kurzzeitigen Druckanstieg am Auslass.

💡 Wichtige technische Aspekte

  • Flaschenvolumen: Eine 3-Liter-Flasche hat ein größeres Luftvolumen, was zu einem höheren Druckaufbau führt.
  • Horizontale Position: Die Flasche muss waagerecht stehen, damit die Luft oben bleibt und nicht mit dem Wasser entweicht.
  • Rückschlagventil: Wenn vor der Flasche ein Rückschlagventil installiert ist, verhindert es, dass Luft in das System zurückströmt.
  • Luftdichte Abdichtung: Die Verbindungen müssen absolut luftdicht sein. Bei Undichtigkeiten geht Luftdruck verloren.
  • Flaschenmaterial: Auch wenn es sich um eine selbstgemachte Lösung handelt, hält eine stabile PET-Flasche dem Druck besser stand.

⚠️ Einschränkungen und Überlegungen

  • Es ersetzt keine Pumpe: Der erzeugte Druck ist begrenzt und hängt vom Luftvolumen und der Wasserhöhe ab.
  • Wartung: Mit der Zeit kann sich Luft im Wasser lösen, sodass das System entleert und neu befüllt werden muss.
  • Sicherheitshinweis: Bei zu hohem Druck kann eine schwache Flasche zerbrechen. Deshalb ist es unerlässlich, die Festigkeit des Kunststoffs zu überprüfen.

✅ Wann ist diese Methode effektiv?

  • In Gebieten, in denen der Wasserdruck sehr niedrig ist und eine vorübergehende Verbesserung angestrebt wird.
  • Für Bewässerungssysteme oder zum Befüllen von Eimern, bei denen kein kontinuierlicher Hochdruckfluss erforderlich ist.
  • Wenn eine temporäre Lösung benötigt wird, ohne dass eine Druckpumpe zur Verfügung steht.

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