Als meine Frau und ich vom Dorf an den Stadtrand zogen, kauften wir dort ein Einfamilienhaus. Dazu ließen wir auch einen Keller auf dem Grundstück ausheben.

Ich freute mich sehr, dass ich nun einen Platz zur Lagerung meiner Wintervorräte haben würde. Da ich in einem Dorf aufgewachsen bin, war ich es gewohnt, immer einen Keller voller Wintervorräte zu haben.
Doch schon im ersten Winter wurde ich enttäuscht. Fast sofort bildete sich Feuchtigkeit an der Kellerdecke. Und jeder weiß, dass das schlecht für die Haltbarkeit von Vorräten ist.
Kondenswasser setzt sich auf dem Gemüse ab und lässt es faulen. Feuchtigkeit schadet auch den Metalldeckeln von Gurkengläsern, da sie diese rosten lässt.

Ich habe viele verschiedene Methoden ausprobiert, um das Problem der Kondensation an Decke und Wänden meines Kellers zu lösen. Das Öffnen des Deckels einen Spaltbreit half zwar, aber dadurch kühlte der Keller sofort deutlich ab.
Ich beschloss, online nachzuschauen und fand eine Methode. Ich kaufte Schaumstoff und isolierte damit die Kellerdecke. Das half aber auch nicht; die Feuchtigkeit sammelte sich weiterhin an.
Ich habe einen Nachbarn, etwa 60 Jahre alt. Er hat sein ganzes Leben lang im Baugewerbe gearbeitet. Eines Tages kamen wir ins Gespräch, und ich erzählte ihm von meinem Problem mit Kondenswasser im Keller. Er gab mir ein paar Tipps, wie ich es beheben könnte. Jetzt stört mich das Kondenswasser im Keller nicht mehr.
Die erste Empfehlung lautet, das Kellerdach zu dämmen. Der Trick dabei ist, es von außen und nicht von innen zu dämmen. Das ist gar nicht schwierig.
Auf dem Dach muss eine Wärmedämmschicht angebracht werden. Diese sollte auf einer Seite eine reflektierende Schicht aufweisen, wobei die glänzende Seite nach innen zeigt. Das war ausreichend.

Die zweite Empfehlung ist die wichtigste. Der Einbau einer Dunstabzugshaube ist unbedingt erforderlich. Da ich einen großen Keller habe, musste ich zwei installieren. Die erste ist ein Zuluftrohr, dessen unteres Ende 40 cm über dem Boden liegt. Die zweite ist ein Abluftrohr, dessen unteres Ende 20 cm unter der Decke liegt.
Die Rohre mussten so hoch wie möglich verlegt werden. Ich habe ein Vordach darüber installiert, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit eindringt.
Mein Nachbar meinte, ich solle auch eine Drosselklappe einbauen, um die Rohre bei starkem Frost zu verschließen. Das habe ich nicht getan, deshalb muss ich die Rohre jetzt manuell mit alten Lappen abdichten.
Ein Freund riet mir, überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen, sobald alle Vorräte im Keller sind. Dazu solle man Kisten mit Sägemehl für ein paar Tage in den Keller stellen. So hat das Sägemehl genügend Zeit, die überschüssige Feuchtigkeit aufzusaugen. Anschließend kann man es entsorgen.

So einfach wird Kondenswasser im Keller los. Zugegeben, es braucht etwas Zeit und Mühe, aber damit ist das Problem endgültig gelöst.