Knoblauch-Zeitkapsel: Trocknet nicht aus, welkt nicht, keimt nicht und verfault nicht. Hält den Knoblauch in Ihrer Wohnung bis Mai frisch. Meine Methode.

Kann man Knoblauch den ganzen Winter über frisch halten, wie frisch aus dem Garten? Ja, das geht. Mindestens bis zum Sommer, höchstens bis zur nächsten Ernte.

Ich habe vor über zwei Jahren hier über meine Methode zur Knoblauchkonservierung geschrieben. Seitdem ist der Kanal gewachsen, die Abonnentenzahl hat zugenommen, und ich denke, das sensible Thema der Knoblauchkonservierung wird viele interessieren.

Am häufigsten wird dieses empfindliche Gemüse in einem Drei-Liter-Einmachglas aufbewahrt. Allerdings handhabt jeder die Aufbewahrung anders. Manche bewahren es zusammen mit Salz, andere mit Mehl auf.

Damit Knoblauch gut lagerfähig ist, muss er früh geerntet und gründlich getrocknet werden. Dieser hier ist noch nicht reif. Schau dir an, wie dick seine Wurzeln sind. Er lässt sich nicht lange lagern.

Manche streuen den Knoblauch einfach obenauf, andere das Salz nur auf den Boden. Manche verschließen das Glas fest, andere nicht.

Im Allgemeinen herrscht keine Einigkeit.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum man Knoblauch in Mehl aufbewahrt. Ich erinnere mich aber, dass sich früher darin kleine Insekten eingenistet haben.

Und meine Mutter legte die in Zehen zerteilten Köpfe offenbar in Mehlgläser, um Ungeziefer fernzuhalten.

Die Knoblauchzehen erfüllten ihren Zweck (im Knoblauchmehl wurden keine Insekten gefunden), trockneten aber mit der Zeit aus. Das ist also keine Option. Mehl schützt den Knoblauch nicht vor dem Austrocknen. Weiter geht’s.

Der Knoblauch hält sich im Gemüsefach des Kühlschranks bis Neujahr. Es ist jetzt Ende Oktober. Schau mal, der kleine Knoblauch fängt schon an zu keimen. Übrigens habe ich ihn vorgestern gepflanzt.

Ich habe versucht, Knoblauch in einem Glas mit Salz aufzubewahren.

Bis etwa Februar war der Knoblauch im Glas noch in Ordnung (wir haben ihn heimlich zum Essen dazugegeben). Dann fing er an auszutrocknen und zu schrumpeln.

Die unterste, auf dem Salz, war, wie soll ich sagen, runzlig, aber weich. Und die oberste sah aus, als wäre sie im Ofen getrocknet worden, leicht verhärtet.

Knoblauch lässt sich grundsätzlich in Salz lagern. Er hält sich aber nicht bis zum Frühjahr, geschweige denn bis zur nächsten Ernte.

Und noch etwas. Ich frage mich, ob sich der Knoblauch besser hält, wenn ich statt Salz Silicagel-Päckchen (die, die man in Schuhkartons legt) ins Glas gebe? Silicagel entzieht der Feuchtigkeit ja nicht so effektiv wie Salz.

Ich habe auch gelesen, dass man vor der Lagerung von Knoblauch die Unterseite anbrennen muss (die getrockneten Wurzeln über einer Kerzenflamme anzünden).

Es scheint, dass Knoblauch nach dieser Behandlung weniger keimt. Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert und kann daher nichts zu seiner Wirksamkeit sagen.

Hübsch, nicht wahr?

Das Besondere ist, dass ich meine eigene Methode zur Knoblauchaufbewahrung habe. Sie erfordert keine komplizierte Vorbereitung oder zusätzliche Zutaten (Mehl und Salz).

Zugegeben, man kann so nicht viel Knoblauch haltbar machen, aber wir haben genug. Er bleibt bis zum Sommer frisch. Und mit etwas Glück (jedes Jahr ist anders) sogar bis zur nächsten Ernte.

Ich bewahre Knoblauch in einem Tontopf mit Deckel auf. Das ist alles.

Ich habe sie auf einer meiner Reisen gekauft. Sie hat mir sehr gut gefallen. Sie ist so typisch russisch, traditionell und authentisch. Ich hatte mir allerdings gar nicht überlegt, wofür ich sie verwenden würde. Der Topf entpuppte sich als ziemlich geräumig (3 Liter).

Es stellte sich heraus, dass der Topf nicht besonders gut zum Kochen geeignet ist (er ist unglasiert und groß). Also habe ich ihn einfach als Deko auf die Fensterbank gestellt (ich hätte mir vorher überlegen sollen, was ich damit anfangen soll). Damit der Topf nicht so lange ungenutzt herumsteht, habe ich Knoblauch hineingetan. Und dann habe ich ihn vergessen.

Bevor ich den Knoblauch einlagere, wasche ich den Topf, weiche ihn zunächst nur mit Wasser ein und desinfiziere ihn anschließend mit Phytosporin. Danach trockne ich ihn ab und lagere den Knoblauch darin. Den Topf decke ich mit einem Deckel ab und stelle ihn bis zum Frühling auf die Fensterbank.

Ich erinnerte mich daran, als es draußen schon Frühling war und die Knoblauchreste im Kühlschrank glücklich verrottet waren.

Der Knoblauch war überraschend frisch, als wäre er gerade erst aus dem Garten geerntet worden. Feste, dichte Knollen ohne jegliche Anzeichen von Welke. Er hatte noch nicht einmal Wurzeln gebildet.

Wir aßen ihn nach und nach bis zur neuen Ernte. Der Topf stand den ganzen Winter über auf der kühlen Fensterbank und bildete so eine Art Zeitkapsel für den Knoblauch.

Ich kenne das Geheimnis dieses wunderbaren Ergebnisses nicht. Vielleicht liegt es daran, dass der Lehmboden atmungsaktiv ist und ein für Knoblauch ideales Mikroklima schafft. Und natürlich an der Kühle der Fensterbank.

Ich habe versucht, Knoblauch in einem glasierten Topf aufzubewahren, aber er ist sehr schnell verfault. Ein glasierter Topf ist also für diesen Zweck ungeeignet.

Es ist genug Knoblauch im Topf. Ich fange an, die „Zeitkapsel“ zu füllen. Mir ist auch aufgefallen, dass mittelgroße Knoblauchzehen am besten haltbar sind: nicht die größten und nicht die kleinsten.

Ein Topf (selbst ein Drei-Liter-Topf) fasst genug Knoblauch. Wir fangen damit am Ende des Winters an, wenn der restliche Knoblauch nicht mehr haltbar ist.

Für mich wurde ein Tontopf zur einzigen Möglichkeit, Knoblauch ohne Qualitätsverlust aufzubewahren.

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