Ich habe gesehen, wie und wo die Bauträger in einer Ferienhaussiedlung das Dachwasser ableiten! Enorme Einsparungen – ich habe das Gleiche für mich und meine Eltern gemacht.

Regenwasser clever ableiten: Die Low-Budget-Lösung für Haus und Garten

Die Planung der Dachentwässerung bereitet vielen Hausbesitzern Kopfschmerzen. Es gibt unzählige Konzepte: von teuren Drainage-Schächten über Regenwasser-Zisternen bis hin zur einfachen Oberflächenentwässerung durch Geländeneigung. Während einige Regionen riesige Auffangbehälter benötigen, suchte ich nach einer Lösung, die sowohl den Geldbeutel schont als auch physisch leicht umzusetzen ist. In einer Siedlung entdeckte ich schließlich ein System, das ich zuerst an meinem Haus und später im Garten meiner Eltern erfolgreich nachgebaut habe.


Effektive Drainage auch bei schwierigem Lehmboden

Das Besondere an dieser Methode: Sie funktioniert selbst unter schwierigen Bedingungen. Während mein Boden recht dankbar ist, besteht das Grundstück meiner Eltern ab einer Tiefe von zwei Spatenstichen aus reinem Lehm. Dennoch meistert dieses System selbst starke Regengüsse problemlos. Die Herausforderung bei uns war die Hanglage – das Haus liegt tiefer als die Straße, weshalb eine Ableitung nach außen unmöglich war. Die Lösung war ein horizontales Filtrationsfeld, das ich an nur einem Tag für etwa 40 Euro Materialkosten (ca. 3400 Rubel) realisiert habe.


Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Installation

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus benötigen Sie lediglich Kies, Geotextil und orangefarbene Abwasserrohre (KG-Rohre) mit 110 mm Durchmesser. Das Wasser gelangt über die Dachrinne in eine Rinne am Hausfundament. Von dort wird es über einen 90-Grad-Bogen in das unterirdische Rohr geleitet. Der Clou: Das Rohr wird mit einem Bohrer perforiert und mit den Löchern nach unten verlegt.

Materialbedarf für die DIY-Drainage:

MaterialMenge (Beispiel)Zweck
KG-Rohre (DN 110)4 x 2 MeterWasserleitung und Verteilung
Kies/Schotterca. 400 kgSickerpackung (Filterbett)
Geotextil10 MeterTrennung von Erde und Kies
KG-Bogen (90°)Je Fallrohr einerVerbindung zur Rinne

Der Aufbau des Filtrationsfeldes im Detail

Zuerst wird ein Graben mit einer Tiefe von etwa 60 cm ausgehoben. Dieser wird mit Geotextil ausgekleidet, worauf eine 10–15 cm dicke Kiesschicht folgt. Das perforierte Rohr wird mit einem Gefälle von 2–4 cm pro Meter verlegt und komplett mit Kies umschlossen. Danach wird das Geotextil darübergeschlagen, um das System vor Verschlammung zu schützen. Den Abschluss bildet eine 30 cm dicke Erdschicht. Diese Tiefe reicht vollkommen aus, um darüber Rasen, Blumen oder sogar Gemüse und Beeren anzupflanzen.


Vorteile gegenüber Schächten und Gräben

Bei einer Dachfläche von 130 m² reichten bei mir insgesamt 8 Meter Drainageleitung aus. Bei meinen Eltern haben wir aufgrund des Lehmbodens 12 Meter zentral im Garten verlegt. Ein großer Vorteil: Das System ist unsichtbar. Niemand würde vermuten, dass sich unter dem gepflegten Rasen ein hochfunktionelles Filtrationsfeld befindet. Zudem ist es leicht skalierbar – da das Rohrende offen bleibt (nicht mit einem Stopfen verschlossen), kann die Leitung jederzeit verlängert werden, falls die Kapazität nicht ausreicht.


Diese horizontale Versickerung ist eine der wirtschaftlichsten Lösungen für Eigenheimbesitzer. Sie verstopft nicht, nimmt keinen Platz weg und erspart die extrem hohen Kosten für Straßeneinläufe oder tiefe Drainagebrunnen. Da das Wasser flächig im Boden verteilt wird, profitiert auch die Gartenvegetation davon, ohne dass Staunässe entsteht. Ich bin überzeugt, dass dieses System für viele von euch die ideale Lösung ist!


Hat euch dieser Tipp zur Gartenentwässerung gefallen? Wenn ihr keine weiteren praktischen DIY-Projekte und Spartipps für Haus und Garten verpassen wollt, dann ABONNIERT unsere Seite! Wir freuen uns über jedes LIKE und wenn ihr diesen Beitrag mit euren Freunden TEILT. Habt ihr selbst schon Erfahrungen mit Drainagesystemen gemacht? Schreibt es uns in die Kommentare!

Leave a Comment