Viele Menschen werfen Sägemehl weg, ohne zu wissen, dass man daraus einen sehr nützlichen Brennstoff zum Kochen oder Erhitzen von Wasser herstellen kann. Mit wenigen einfachen Materialien und etwas Geduld lassen sich kleine Brennstoffblöcke und ein selbstgebauter, tragbarer Mini-Kocher herstellen, der eine starke und lang anhaltende Flamme erzeugt.
Wie der Prozess beginnt
Alles beginnt mit Sägemehl oder feinen Holzspänen. Zuerst werden die gröberen Stücke von Hand aussortiert, anschließend wird das Material durch ein Sieb gesiebt, um ein feineres, gleichmäßigeres Pulver zu erhalten.
Das verfeinerte Sägemehl wird in einen Topf mit kochendem Wasser gegeben. Während des Kochens schäumt die Mischung stark auf. Anschließend wird Natron hinzugefügt, das die Konsistenz verbessert und die Vermischung der Zutaten erleichtert.
Nach einigen Minuten Kochzeit nimmt die Zubereitung eine dicke, gelbliche Konsistenz an, ähnlich einer Paste.
Filtration und Aufbereitung des Gemisches
Die heiße Paste wird auf ein Tuch oder Gaze gegeben, um überschüssige Flüssigkeit abzusaugen. Beim Ausdrücken entsteht eine feuchte, körnige Masse.
Anschließend werden kleine Stücke weißen Wachses hinzugefügt, die als Brennstoff dienen und die Flamme länger am Brennen halten. Die Mischung wird mit Aluminiumfolie abgedeckt, um die Wärme zu speichern und ein gleichmäßiges Schmelzen des Wachses zu gewährleisten.
Anschließend wird die Schale mit der Mischung mit Holzspänen umgeben und mit 90%igem Alkohol besprüht. Danach wird um den Behälter herum ein Feuer entzündet, um intensive Hitze zu erzeugen und die Mischung weiter zu verdichten.
Formenherstellung
Während die Mischung abkühlt, wird eine Form aus Pappe angefertigt. Rechteckige Stücke werden ausgeschnitten und zu einer länglichen Schachtel mit Trennwänden im Inneren zusammengefügt, wodurch kleine, einzelne Fächer entstehen.
Diese Form wird verwendet, um die Brennstoffblöcke zu formen.
Konstruktion des tragbaren Mini-Kochers
Es wird auch eine große Metalldose verwendet. Mit einem Winkelschleifer wird eine rechteckige Öffnung in eine Seite geschnitten. Diese Öffnung dient als Lufteinlass und ermöglicht das Entzünden des Kraftstoffs.
Anschließend werden perforierte Metallhalterungen mithilfe von Schrauben am oberen Rand der Dose befestigt. Auf diesen Halterungen kann ein Topf, Kessel oder eine Pfanne abgestellt werden.
Das Ergebnis ist eine einfache, robuste und leicht zu transportierende Konstruktion.
Bildung von Brennstoffblöcken
Die fertige Mischung – bestehend aus feinem Sägemehl, geschmolzenem Wachs und dem gekochten Material – wird in die Pappform gegeben.
In jedes Fach wird ein kleiner Baumwolldocht oder -faden eingeführt, der nach oben herausragt.
Sobald die Mischung abgekühlt und ausgehärtet ist, wird sie aus der Form genommen. Das Ergebnis sind kleine, feste Blöcke, die als selbst hergestellter Brennstoff verwendet werden können.
Wie funktioniert der Ofen
Zur Verwendung wird einer der Blöcke in die Metalldose gelegt und von der vorderen Öffnung aus angezündet.
Die Kombination aus Wachs und Sägemehl erzeugt eine starke, gleichmäßige Flamme. Dank der Metallhalterungen an der Oberseite kann ein Topf oder Kessel daraufgestellt werden, um Wasser zu kochen oder einfache Speisen zuzubereiten.
Das Endergebnis ist ein tragbarer Mini-Kocher aus recycelten Materialien und selbst hergestelltem Festbrennstoff.
Tipps und Empfehlungen
- Für beste Ergebnisse verwenden Sie sauberes, trockenes Sägemehl.
- Verwenden Sie kein chemisch behandeltes oder lackiertes Holz.
- Altes Kerzenwachs kann perfekt wiederverwendet werden.
- Führen Sie den Vorgang in gut belüfteten Bereichen und fern von brennbaren Materialien durch.
- Beim Umgang mit heißem Metall oder Alkohol sollten Handschuhe getragen werden.
- Wenn Sie möchten, dass die Blöcke länger halten, können Sie der Mischung mehr Wachs hinzufügen.
- Für eine effiziente Verbrennung muss die Dose gut belüftet sein.
- Brennstoffblöcke sollten an einem trockenen Ort gelagert werden, um Feuchtigkeit zu vermeiden.