Wiederverwendbarer, selbstgemachter Kerzendocht: eine praktische Möglichkeit, Brennstoff zu Hause besser zu nutzen.

Die Verwendung von Materialien, die man bereits zu Hause hat, spart nicht nur Geld, sondern reduziert auch Abfall. Mit diesem wiederverwendbaren, selbstgemachten Docht kann man Kerzenwachsreste besser verwerten und ein haltbareres und funktionaleres System herstellen. Ich zeige euch außerdem einen zweiten Trick, wie man aus recycelten Gläsern eine Lampe selber machen kann.


Option 1: „Unendlicher“ Docht mit Stahlschwamm

Mit dieser Methode können Sie Wachsreste wiederverwenden und eine stärkere und länger haltbare Kerze herstellen.

Materialien

  • Stahlschwamm
  • Kupferrohr (am unteren Ende abgeschnitten, wodurch kleine “Beine” zur Stützung entstehen)
  • Überreste großer Kerzen
  • Bratpfanne
  • Mittel hitzebeständiger Glasbehälter

Schritt für Schritt

  1. Bereiten Sie die Konstruktion vor:
    Fädeln Sie den Stahlschwamm durch das Kupferrohr. Achten Sie darauf, dass das Rohr unten kleine Öffnungen oder Einschnitte aufweist, damit es im Behälter besser hält.
  2. Wachs schmelzen:
    Die Kerzenreste in einen Topf geben und bei schwacher Hitze schmelzen. Wichtig: Das Wachs nicht überhitzen, um Verletzungen zu vermeiden.
  3. In den Behälter gießen:
    Sobald das Wachs flüssig ist, gießen Sie es vorsichtig in den Glasbehälter.
  4. Docht einsetzen:
    Platzieren Sie das Rohr mit der Stahlwolle in der Mitte des Behälters, bevor das Wachs aushärtet. Halten Sie es fest, bis es zu erhärten beginnt.
  5. Abkühlen lassen:
    Warten Sie, bis das Wachs vollständig ausgehärtet ist. Sobald es fest ist, ist Ihre wiederverwendbare Kerze einsatzbereit.

Der Stahlschwamm dient als Leiter des geschmolzenen Brennstoffs und ermöglicht so eine gleichmäßigere Verbrennung.


Option 2: Selbstgemachte Lampe aus recycelten Gläsern

Dieser zweite Trick funktioniert wie eine kleine, handgefertigte Lampe, die im Freien oder als Notlicht verwendet werden kann.

Materialien

  • Zwei Glasbehälter mit Deckel (die Sie nicht mehr verwenden)
  • Bohren
  • Dünnes Metallrohr
  • Chiffon
  • Kerosin
  • Feuerzeug

Schritt für Schritt

  1. Bereiten Sie die Deckel vor:
    Legen Sie die beiden Deckel aufeinander und messen Sie den Mittelpunkt. Bohren Sie mit einem Bohrer ein Loch in die Mitte beider Deckel.
  2. Einbau des Röhrchens:
    Führen Sie ein kleines Metallröhrchen durch die beiden Kappen und befestigen Sie es fest.
  3. Den oberen Behälter modifizieren:
    In die Rückseite des Glases, das obenaufgesetzt wird, ein kleines Loch bohren. Das untere Glas bleibt unverändert.
  4. Den Docht herstellen:
    Ein Stück Gaze zu einem kleinen Röhrchen rollen. Dieses durch die Innenseite des Metallrohrs führen, sodass oben ein kleines Stück herausschaut.
  5. Brennstoff hinzufügen:
    Füllen Sie den unteren Behälter mit Kerosin und lassen Sie die Gaze gründlich durchtränken.
  6. Licht:
    Zünden Sie vorsichtig den freiliegenden Teil des Drahtgitters an. Die Lampe beginnt durch die Aufnahme des Brennstoffs zu leuchten.

Tipps

  • Verwenden Sie stets dickwandige, hitzebeständige Glasbehälter.
  • Lassen Sie die brennende Kerze oder Lampe nicht unbeaufsichtigt.
  • Von Kindern und Haustieren fernhalten.
  • Vermeiden Sie es, den Behälter mit Kraftstoff zu überfüllen.
  • Arbeiten Sie in einem gut belüfteten Bereich, insbesondere bei der Verwendung von Kerosin.
  • Das Wachs darf nicht überhitzt oder zum Kochen gebracht werden.

Empfehlungen

  • Sie können dem geschmolzenen Wachs ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzufügen, um Ihre Kerze zu beduften.
  • Wenn Sie Kerzenreste in verschiedenen Farben verwenden, mischen Sie diese, um dekorative Muster zu kreieren.
  • Reinigen Sie die Gläser vor der Wiederverwendung gründlich, um entzündliche Rückstände zu vermeiden.
  • Sollten Sie übermäßigen Rauch bemerken, kürzen Sie den freiliegenden Teil des Dochtes leicht.

Mit einfachen, recycelten Materialien lassen sich nützliche Lösungen zur Beleuchtung Ihres Zuhauses entwickeln und vorhandene Ressourcen besser nutzen. Diese selbstgemachten Alternativen helfen nicht nur, Abfall zu reduzieren, sondern fördern auch Kreativität und Sparsamkeit, wobei die Sicherheit stets im Vordergrund steht.

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